Faszientraining

Was sind Faszien?

Was ist Faszien-Training?

Faszien durchziehen unseren gesamten Körper wie ein Netz und geben ihm Form, Halt und Elastizität. Sie sind flexibel, aber trotzdem reißfest und liegen direkt unter Haut. Außerdem stärken sie die Muskulatur und schützen sie vor Verletzungen. Sie werden häufig als menschliches kollagenes Bindegewebsnetzwerk bezeichnet und sind für die Beweglichkeit unseres Körpers von großer Bedeutung, vor allem für Sportler. Das Fasziennetz kann verkleben, wenn es nicht ausreichend trainiert und gedehnt wird und dann Verspannungen oder Zerrungen verursachen. Was ist Faszien-Training? Das Faszientraining ist eine Selbstmassage, die sich intensiv mit solchen Verklebungen der Muskelfasern befasst und hilft sie zu lösen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dehnübungen, welche die Muskulatur und die Bänder dehnen, wird beim Faszientraining das Bindegewebe mit Hilfe einer Faszierolle oder einem Faszienball bearbeitet. Es wird Druck auf das Gewebe ausgeübt, wodurch die Durchblutung des Gewebes angeregt wird und sich Verklebungen lösen. Je nach Stärke der Verklebungen kann das Training anfangs etwas schmerzhaft sein. Dieser Schmerz ist aber ein Zeichen dafür, dass Verklebungen vorhanden sind und die richtige Stelle des Körpers bearbeitet wird. Wenn sich die Verklebungen mit der Zeit lösen, lässt auch der Schmerz nach.

 

Wie sieht ein effektives Faszien-Training aus?

Am effektivsten ist das Training mit einer Faszienrolle, wenn es in 2 bis 3 Trainingseinheiten pro Woche durchgeführt wird. Der beim Training entstehende Schmerz in den Muskelfasern ist gewollt, da sich dadurch die Verklebungen lösen, sollte aber auf jeden Fall aushaltbar sein. Wo der Schmerz am größten ist, ist das Training am wichtigsten. Meistens werden Waden, Ober- und Unterschenkel, Arme und Rücken trainiert. Das Training für Beine und Rücken erfolgt am Boden, für die Arme wird die Rolle zwischen eine Wand und den Körper geklemmt. Das Training sollte pro Körperregion etwa 10 bis 20 Minuten nicht überschreiten.

 

Die richtige Ernährung für ein gesundes Fasziensystem

Fasziengewebe besteht aus Eiweißbausteinen, Elastin, Kollagen und Wassermolekülen. Es verbindet Knochen, Muskeln, Sehnen, Nerven und Bänder miteinander, speichert Energie und Wasser und beeinflusst den Stoffwechsel. Bewegungsmangel, Stress und eine falsche Ernährung lassen die Faszien ungeschmeidig werden. aber nicht nur Faszientraining hilft das Bindegewebe zu stärken, sondern auch die richtige Ernährung.

 

Was braucht unser Fasziennetz?

Eine ausreichende Zufuhr von Eiweiß ist für das Bindegewebe sehr wichtig. Es unterstützt den Muskelaufbau und strafft die Konturen. Eiweißreiche Lebensmittel sind beispielsweise Fleisch, Eier, Fisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Sojabohnen und Erdnüsse. Für die Herstellung von Kollagen benötigt unser Körper die Aminosäure Lysin und den Mineralstoffe Zink und Kupfer. Gute Quellen dafür sind Vollkornprodukte, Erbsen, Milchprodukte, Buchweizen, Quinoa und Walnüsse. Vitamin C ist ebenfalls am Aufbau des Bindegewebes beteiligt. Enthalten ist es unter anderem in Beerenobst, Kiwi, Zitrusfrüchten, Paprika, Kohl und Brokkoli.

In Karotten, Kürbis, Paprika und Feldsalat ist viel Vitamin A enthalten, welches wichtig für die Zellerneuerung ist und für eine glatte Haut sorgt. Damit das Fasziengewebe fest und flexibel bleibt, ist Silizium, welches in Obst, Gemüse, Hafer und Hirsen enthalten ist, sehr wertvoll. Kaliumreiche Lebensmittel festigen das Unterhautgewebe, da sie entwässernd wirken. Hierzu zählen Kartoffeln, Spinat, Nüsse, Bananen, Aprikosen und Trockenobst. Ebenso wichtig ist die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee. Damit das Gewebe gut versorgt wird, sollten täglich 2 bis 2,5 Liter getrunken werden.

 

Übungen auf der Faszienrolle

Wenn du Fragen zu Übungen auf der Faszienrolle hast kann ich dir gerne in einem persönlichen Training verschiedene Varianten zeigen. Dazu kannst du mich gerne kontaktieren