Trinkwasser in Deutschland

Verunreinigtes Trinkwasser in Deutschland

"Mit Wasser lassen sich besonders leicht Infektionen übertragen. Die Einschleppung von Erregern fäkaler Herkunft lässt sich bei sorgfältiger, konsequent überwachter Aufbereitung und Ressourcenpflege durch das Versorgungsunternehmen zuverlässig vermeiden. Die Vermehrung von Mikroorganismen in der Hausinstallation und angeschlossenen Geräten ist dagegen schwer zu kontrollieren. Dabei handelt es sich um Umweltkeime, die bei prädisponierten Personen schwere Erkrankungen auslösen können"

sagt Prof. Dr. med. Konrad Botzenhart Hygiene-Institut der Universität Tübingen (1)

 

Rhein Neckar Kreis

Auch in unserer Rhein Neckar Region gab es 2019 einen besonderen Fall von blauen Wasser.(2) Aufgrund der Chemiewerke im Umkreis wurde erst ein Chemieunfall vermutet. Nach Untersuchungen wurde die Meldung veröffentlicht, dass Kalkteile die Färbung verursacht hat.

 

Meldungen über verunreinigtes Trinkwasser in Deutschland

Generell häufen sich die Meldungen zu verunreinigtem Trinkwasser in Deutschland.  Anbei habe ich einen kleinen Auszug zusammengestellt damit ihr euch einen Überblick verschaffen könnt, denn oft ist die Thematik über das Trinkwasser neben den Nachrichtennews leider eher „Nebensache“.

 

  • 10. September 2019 Biberach – Tausende Menschen müssen im Südwesten ihr Leitungswasser abkochen, um der Gefahr von Infektionskrankheiten vorzubeugen. (Quelle (3) Ärzteblatt)

 

  • 12. September 2019 Essen – Am Universitätsklinikum Essen sind bei Trinkwasser-Proben „wenig krankma­chende“ Erreger in den Zuleitungen gefunden worden. Das teilte das Klinikum gestern Abend mit. Als präventive Maßnahme seien Patienten und Mitarbeiter angehalten, kein Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken. (Quelle (4) Ärzteblatt)

 

  • 08. November 2019 Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat eine Warnung für Bewohner im Enzkreis herausgegeben. Dort ist das Trinkwasser bakteriell verunreinigt und muss bis Montag dringend abgekocht werden.(Quelle (5) Südwest Rundfunk)

 

  • 03. Dezember 2019 Köln - Bei den Kölner Ford-Werken in Niehl wird die Belegschaft, die aus rund 17.000 Mitarbeitern besteht, aufgefordert, kein Wasser aus der Leitung zu trinken oder aus dem Hahn zu zapfen, um beispielsweise Kaffee oder Tee zu kochen. Auch Duschen ist derzeit verboten. Zwei Kantinen wurden sicherheitshalber komplett geschlossen. (Quelle (6) Kölner Stadtanzeiger)

 

  • 29. November 2019 Eberbach - Bezieher des Eberbacher Trinkwassers müssen wohl davon ausgehen, dass Leitungswasser auch weiter gechlort aus dem Hahn kommt. (Quelle (7) Rhein Neckar Zeitung)

 

 

Medikamente im Trinkwasser

Durch die falsche Entsorgung von Medikamenten gelangen ebenfalls Schmerzmittel und Antibiotika in unser Trinkwasser. Diese können durch die aktuell eingesetzte Filtertechnik nicht komplett herausgefiltert werden. Selbst Röntgenkonstrastmittel, sogenanntes Gadolinium wurde im Trinkwasser nachgewiesen.

"Röntgenkontrastmittel, Antibiotika, Schmerz- oder Diabetesmittel – in Grund-, Oberflächen- und Trinkwasser lassen sich etliche Arzneimittel-Rückstände nachweisen. Laut Umweltbundesamt (UBA) wurden in Deutschland bis 2011 insgesamt 23 Wirkstoffe im Trinkwasser gefunden. Im Grundwasser wurden Spuren von 55 verschiedenen Arzneimitteln nachgewiesen; in Seen und Flüssen liegt die Zahl der gefundenen Wirkstoffe sogar im dreistelligen Bereich."  (Quelle (8) Die Welt)

 

Wie können wir uns schützen?

Der Umwelt zur Liebe sollten Reste von Medikamenten oder Chemie ordnungsgemäß entsorgt werden, statt es die Klospühlung hinunter zu spülen. Durch die laufenden Kontrollen der örtlichen Wasserwerke legen diese schon einmal Wert auf die Einhaltung der Richtlinien zu den geprüften Schadstoffen. Hierzu gibt es Grenzwerte, die immer wieder mal hochgesetzt werden. Allerdings werden hier nicht alle Schadstoffe benannt und herausgefiltert, wie wir in den Artikeln lesen können.

 

Hier eignet sich ein guter Selbstschutz in Form einer Filteranlage für zu Hause. Abkochen, oder ein reines Kohlegranulat reichen oft nicht aus um alles zu eleminieren. Es müssen keine großen Anlagen installiert werden. Eine gute Lösung ist ein Kombinationsfilter aus Aktivkohle, die aus Kokosnussfasern gewonnen werden in Kombination mit einem UV-Filter. Die Kokosnussfasern sind ökologisch und Umweltschonend. Der Voteil ist die geringe Dichte Struktur, sodass Schadstoffe intensiver als bei herkömmlicher Aktivkohle herausgefiltert werden kann. Ich empfehle das e-Spring Filtersystem, da es neben den Wasserfilter Eigenschaften auch leicht mobil an den Wasserhahn anschließbar ist. Wenn Sie Fragen zu dieser Filtermöglichkeit haben, können Sie mich gerne kontaktieren oder sich vorab die Bilder des jährlichen Patronenwechsels ansehen.

 

Quellen
(1) https://www.aerzteblatt.de/archiv/2518/Mikroorganismen-im-Trinkwasser
(2) https://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-wasserfaerbung-nahm-wieder-zu-dossenheim-hat-wieder-blaues-wasser-_arid,466108.html
(3) https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=105883&s=trinkwasser
(4) https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=105922&s=trinkwasser
(5) https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/Warnung-des-Bundesamts-fuer-Bevoelkerungsschutz-Verunreinigung-im-Enzkreis-Trinkwasser-muss-abgekocht,trinkwasser-im-enzkreis-muss-dringend-abgekocht-werden-100.html
(6) https://www.ksta.de/koeln/ford-in-koeln-leitungswasser-verunreinigt---kantinen-und-duschen-geschlossen-33559524
(7) https://www.rnz.de/nachrichten/eberbach_artikel,-eberbach-was-die-erderhitzung-mit-dem-verunreinigten-trinkwasser-zu-tun-hat-_arid,482795.html
(8) https://www.welt.de/gesundheit/article131546646/Was-gegen-Medikamentenreste-im-Wasser-helfen-soll.html